"Die Piraten kommen" schreibt Thomas Knüwer im Handelsblatt: "Und die etablierten Parteien beginnen die plötzlich heranwachsende Konkurrenz ernst zu nehmen." Das zeigt, dass die Piratenpartei in Rekordzeit die ersten beiden Schritte übersprungen hat ("First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win").
"Jede politische Kraft, die nicht hoffnungslos von gestern sein will, braucht wohl mehr als eine Prise Piratengeist" steht zu lesen im Wahlblog der grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, eine Reaktion auf einen Feuilleton-Artikel des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher. Vor einem halben Jahr fand die Piratenpartei noch im Gulli Forum statt.
Das ZDF heute-journal erlaubt einem Lobbyisten noch einmal kräftig draufzuhauen und gibt den Piraten so die Möglichkeit ihr Programm darzustellen, was ja auch einige der Sympathisanten interessieren dürfte.
Klar, auch Grüne und Rote schlagen gerne auf die neue Konkurrenz ein. Aktueller Hintergrund ist ein Interview mit der dunklen Seite der Macht. Bei so viel Piratenbashing bleibt gar keine Zeit mehr für den sogenannten politschen Gegner.
Der Brain Drain bei der Verräterpartei geht derweil weiter. Schade um den Traditionsverein.
Und in fünf Jahren wird man beim Stichwort Piraten nicht mehr an Somalia denken, sondern an Brüssel.