Elite relativistisch
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Das Ding formerly known as Europameisterschaft
Ein typischer Blog-Eintrag

Einleitung: Ab Morgen, bla, Fußball EM, bla, jeden Tag, ab 18:00 Uhr, bla, könntmirnichtegaler, trotzdem freu, Bierundso, bla, Vorbereitung.

Internetrecherche: Die offizielle Internetseite Sponsorenansammlung erscheint auf Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italiensch, Portugisisch, Russisch, Japanisch, Koreanisch und Chinesisch. Das ist irgendwie blöd für all die Kroaten, Niederländer, Tschechen, Schweden, Griechen, Türken, Rumänen, Polen, Österreicher und Schweizer. Die dürfen zwar mitspielen, sind den Sponsoren jedoch keine Web-Seite wert.

Aber man verpasst da eh nichts, außer einem Pay-per-View-Live-Stream. Soll ich jetzt lachen? Seit Jahren bucht eine gewisse Drei-Buchstaben-Behörde bei mir Rundfunkgebühren ab, um die Spiele finanzieren zu können, Pay-whether-you-want-or-not. Über die "vertretbaren Konditionen" "haben die Parteien [übrigens] Stillschweigen vereinbart". Süddeutsche, Focus und andere sprechen von 115 Milliönchen Euro für "die Euro".

Irgendwas Interessantes? Es gibt gleich zwei EM-Börsenspiele, die Dresdner Ball-Street und Stoccer von der Uni Karlsruhe. Beide treten mit Medienpartnern an. Im Gegensatz zur Wahl Street geht's aber nicht mal um echtes Geld, sondern um langweilige Sachpreise. Da das Dresdner Anmelde-Formular unnötige Daten abfrägt (Geburtsdatum, Bankverbindung), nehme ich die Karlsruher Variante.

In Karlsruhe ist die Aktie des Gewinner-Teams am Ende 100 Spielgeld-Franken wert, ein vollständiger Satz ist immer für 100 "Geld" zu haben, man kann den Kurs also als Wahrscheinlichkeit (in Prozent) lesen, dass eine Mannschaft gewinnt. Vor Beginn des Turniers führt Deutschland mit gut 15%, gefolgt von Italien, Spanien und Frankreich. Österreich bildet das Schlusslicht. Das Dresdner System ist komplizierter, liefert jedoch im wesentlichen dieselbe Rangliste.

Bis jetzt finde ich das Börsen-Spiel eher langweilig, trotz der vielen Medienpartner ist wenig los, und gewinnen werden eh die Freaks, die während der Spiele (auch noch) vorm Computer sitzen. Aber für einen Blog-Artikel hat's gereicht.