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Internetzensur: Ab heute DNS-Manipulation für den Uschi-Filter
Zensursula und Providerlogos Wir zensieren das Netz

Heute trifft sich Zensursula mit den Internetanbietern, die freiwillig den Internetzugang ihrer Kunden beschränken wollen. Dass die ISPs jetzt rumheulen, wie teuer und aufwendig die Sperren sind, halte ich für ein Ablenkungsmanöver. Die dürften die Technik dazu bereits installiert haben. Telekom und Alice manipulieren Medienberichten zu Folge schon jetzt DNS-Anfragen ihrer Kunden, um bei Tippfehlern Werbung einzublenden.

Manitu hingegen, ein mir bislang unbekannter Provider, will notfalls vorm BVG gegen die Sperren klagen. Dass das durchaus Aussicht auf Erfolg haben kann, zeigt der Widerstand gegen die Vorratsdatenspeicherung.

Heute um 9.00 Uhr wird in Berlin demonstriert und den ganzen Tag können Webseiten-Betreiber der Regierung ein großes rotes STOP-Schild zeigen. Zur Teilnahme an der Aktion muss nur ein einzeiliges Javascript eingebunden werden. Ich stelle an den Zugriffszahlen fest, das mein Aufruf in gänzlich ungehört blieb. Danke an netzpolitik.org, Twitter und alle Teilnehmer.

Auf den Internetseiten diverser Zeitungen gibt es inzwischen eine Rubrik "Digital", mit der man versucht sich beim Klickvieh im Internet einzuschleimen. Dei Zeit versucht's mit dem Interview "Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren", die Süddeutsche bringt den kritischen Artikel "Ein Anruf genügt". Lesenswert, aber ob das wohl in den Printausgaben auch zu lesen sein wird? Der taz-Artikel "Irriges Kindchen-Schema" schafft es immerhin in die Kategorie "Politik".

(Die Bilder im Header sind eine Variation der Demoschilder vom Wetterfrosch.)